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UEF | Fahrzeuge | Triebfahrzeuge | Triebfahrzeuge der Sektion Ettlingen | 50 2740

Die Einheitsgüterzuglok 50 2740

alias 052 740-8


50 2740

Status: Fristablauf


Die Baureihe 50 zählt zu den erfolgreichsten Lokomotivkonstruktionen der Deutschen Reichsbahn. Insgesamt 3164 Loks wurden von 1939 bis 1943 gebaut. Bei beiden deutschen Nachkriegsbahnverwaltungen fand die 50er universellen Einsatz und zählte zu denjenigen Baureihen, die die Dampflokära in Deutschland abschließen sollten. Rekonstruierte 50er (Baureihe 50.35) des Bw Halberstadt waren die letzten planmäßig eingesetzten deutschen Dampfloks und wurden erst im Oktober 1988 endgültig abgestellt.

Zur gleichen Zeit wurde die ehemalige Nossener Heizlok 50 2740 in den Westen überführt, und bereits im November 1988 wurden erste Einsätze im Albtal gefahren, bevor die Lok 1989 mit Fristablauf zunächst abgestellt werden mußte. Die anschließende Hauptuntersuchung gestaltete sich recht aufwendig, der (Altbau-) Tender ist beispielsweise praktisch ein Neubau. Die Nikolauszüge 1994 sahen eine urig aussehende 50 2740, ohne Windleitbleche und zunächst mit einem 2'2'T34 gekuppelt sah sie ganz nach schweren Nachkriegszeiten aus. Mittlerweile ist aus der Lok wieder ein echtes Schmuckstück geworden, nicht zuletzt da der Originaltender Ende November 96 wieder in Betrieb genommen werden konnte. Hierbei handelt es sich um einen Nachbau-2'2'T26, der im RAW Stendal gefertigt wurde.

In den Jahren 2001 und 2002 hat 50 2740 die Hauptlast des Betriebes in Ettlingen getragen und sich dabei außerordentlich gut bewährt. Dank der neuen Stangenlager und einem umfangreichen Wartungsprogramm in den letzten beiden Wintern konnten alle Fahrten praktisch Störungsfrei absolviert werden.

In den Jahren 2001 und 2002 hat 50 2740 die Hauptlast des Betriebes in Ettlingen getragen und sich dabei außerordentlich gut bewährt. Dank der neuen Stangenlager und einem umfangreichen Wartungsprogramm in den vorangegangenen beiden Wintern konnten alle Fahrten praktisch störungsfrei absolviert werden. Die 50 2740 ist übrigens als Übergangskriegslok (ÜK) im Jahre 1942 von Henschel gebaut worden. Die letzten fünf Lokomotiven dieser Serie (50 2692 - 2772) wurden vor der Abnahme in 52 002 bis 006 umgenummert.Zwischen Juni 2005 und Juni 2006 war die Lok betriebsfähig und löste die damalige Planlok 50 3539 für Albtal und Murgtal ab. Neben der 58 311 wird sie in Zukunft als zweite Planlok für Albtal und Murgtal eingesetzt. Die große Nachfrage nach dieser letzten Altbau-50 wird auch in Zukunft zu interessanten Einsätzen ausserhalb ihrer Stammstrecken führen.


Von dieser Lokomotivtype sind noch einige weitere Fahrzeuge erhalten siehe: Jürgens Eisenbahnseiten)

Technische Daten 50 2740
Baujahr 1942, Henschel, Kassel
Bauart 1´E h2
Treib- und Kuppelraddurchmesser 1.400 mm
Laufraddurchmesser 850 mm
Leistung 1.625 PSi
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Länge über Puffer 22.940 mm
Gewicht dienstbereite Lok 86,9 Tonnen (ohne Tender)
  90 80 0050 740-4

Literatur zur Baureihe 50:
Jürgen U. Ebel: "Die Baureihe 50" (2 Bände); Eisenbahn-Kurier 1988
K.-H. Jansen, Peter Melcher: "Die Lokomotiven der Baureihe 50 und ihr Verbleib"; Lokrundschau 1993
H.D. Andreas: "Bauartunterschiede bei der Baureihe 50"; Bufe 1986

Aktualisiert am 16.04.2016