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Die Güterzug-Tenderlok 86 346


86 346

Status: in HU


Eine vierfach gekuppelte Tenderlok mit Vor- und Nachlaufachse war bereits im ersten Typisierungsplan der DRG enthalten. Folglich wurden bereits 1928 die ersten 86er abgeliefert. Hersteller war die Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe. Diese Serie von sieben Tenderloks zählt übrigens zu den letzen Lieferungen der MBG Karlsruhe. Im Gegensatz zur 75er ist das Fahrwerk symmetrisch gestaltet, somit ist die BR 86 in beiden Richtungen gleich gut (d.h. vor allem gleich schnell) unterwegs (die VIc allerdings auch). Von 1928 bis 1943 wurde die stolze Zahl von 774 Lokomotiven von verschiedenen Herstellern an die Deutsche Reichsbahn geliefert, als "kriegswichtige" Baureihe zuletzt als Übergangs-Kriegslok (ÜK).

Die 86er bewährten sich sehr gut und waren bei beiden deutschen Nachkriegsbahnverwaltungen bis in die letzten Jahre des Dampflokbetriebes eingesetzt. Bei der DB schieden die letzten Exemplare im Jahr 1974 beim Bw Hof aus, letzte planmäßig eingesetzte 86er in der DDR war die 86 1501, die am 27. Mai 1988 zum letzten Mal zwischen Schlettau und Crottendorf unterwegs war.

Die 86 346 (z-Stellung 20.06.72 beim Bw Hof) war die zweite Lok im Bestand der Ulmer Eisenbahnfreunde. Mit dieser Lok konnten im Gegensatz zur 98 812 größere Fahrten unternommen werden. Mit Inkrafttreten des Dampflokverbotes bei der DB wurde es zunehmend schwieriger, geeignete Strecken zu finden.

Nach einer kurzen Einsatzperiode 1977/78 auf der WEG-Strecke Amstetten - Gerstetten, fand 86 346 im Frühjahr 1979 eine neue Heimat bei der Albtalbahn. In der ersten Zeit wurden blaue B3yg-Bauzugwagen eingesetzt, aber bald standen ehemalige DB-Eilzugwagen (Reihe Bye) der AVG zur Verfügung. Bis zum Eintreffen der 58 311 war die 86er die "Planlok" im Albtal.

Nach jahrelangem Einsatz im Albtal wurde die Lok 1987 hauptuntersucht und an einen französischen Eisenbahnclub verliehen. Der Einsatz dort in Molsheim erwies sich jedoch aus verschiedenen organisatorischen und genehmigungsrechtlichen Gründen als schwierig. Die Lok kann nur sporadisch zum Einsatz und wurde nach 5 Jahren wieder nach Deutschland überführt.

Die Wiederinbetriebnahme der Lok wurde nun ins Auge gefasst.

Hier gibt es weitere Informationen dazu:

Fotos aus früheren Einsatztagen

Fotos von früheren Hauptuntersuchungen

Aktuelle Arbeitsfortschritte


Von dieser Lokomotivtype sind desweiteren noch folgende Fahrzeuge erhalten:
86 001 | 86 049 | 86 056 | 86 240 | 86 283 | 86 333 | 86 348 | 86 457 | 86 476 | 86 501 | 86 607 | 86 744
(Quelle: Jürgens Eisenbahnseiten)

Technische Daten 86 346
Baujahr 1939, Wiener Lokfabrik Floridsdorf
Bauart 1´D1'h2t
Treib- und Kuppelraddurchmesser 1.400 mm
Laufraddurchmesser 850 mm
Leistung 1.030 PSi
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Länge über Puffer 13.820 mm
Gewicht dienstbereite Lok 88,5 Tonnen
  90 80 0086 346-8

Literatur zur Baureihe 86:
Andreas Knipping: "Die Baureihe 86" Eisenbahn-Kurier 1987
Bernhard Hoch: "Die Dampflokomotive 86 346 der Ulmer Eisenbahnfreunde"; UEF 1983

Aktualisiert am 25.12.2012