Donnerbüchse Bi 85 123

Bi 85 123


Diese beiden Wagen sind schon seit etlichen Jahren in der ehem. Verladeanlage der Bundeswehr im "Kickethau" bei Gerstetten abgestellt, eine Aufarbeitung ist erst längerfristig geplant 


Die junge Deutschen Reichsbahn entwickelte Anfang der 1920er Jahre sogenannte "Einheitswagen", um die unübersichtliche und unwirtschaftliche Typenvielfalt der Länderbahnwagen zu bereinigen. Zwischen 1921 und 1930 wurden von verschiedenen Herstellern mehrere Tausend Durchgangswagen der 3. und 4. Klasse mit offenen Einstiegsbühnen gebaut, die als "Donnerbüchsen" bezeichnet werden. Die Bundesbahn musterte die letzten Exemplare Anfang der 1970er Jahre aus.

Kurz nach der Vereinsgründung erwarben die Ulmer Eisenbahnfreunde 1971 die Wagen 85950 "Stettin", 85956 und 85123 von der DB. Sie wurden zusammen mit den vereinseigenen Dampfloks 98 812 und 86 346 zunächst auf Bundesbahngleisen und nach dem Dampfverbot der DB auf der WEG- Strecke Amstetten – Gerstetten eingesetzt.

Aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes wurde der 85 123 Anfang der 1990er Jahre aus dem Betrieb genommen und harrt seitdem in der Anschlussstelle Kickethau abgestellt einer Generalüberholung. Er wurde bereits entkernt und wartet nun auf seine weitere Aufarbeitung.

Donnerbüchse Bi 85 123
Betriebsnummer 85 123
Bauart, Herkunft Ci (ex DB Biw 85 123)
Länge über Puffer 13.920 mm
Drehgestellabstand -
Achsstand 8.500 mm
Gewicht 21 t
Sitzplätze 56
Heizung Dampf
Stromversorgung Generator mit Riemenantrieb
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Hersteller Hannoversche Waggonfabrik AG
Baujahr 1929
Bei UEF/LAG seit 1971
Status abgestellt

Donnerbüchse Bi 85 211

Bi 85 211



Die junge Deutschen Reichsbahn entwickelte Anfang der 1920er Jahre sogenannte "Einheitswagen", um die unübersichtliche und unwirtschaftliche Typenvielfalt der Länderbahnwagen zu bereinigen. Zwischen 1921 und 1930 wurden von verschiedenen Herstellern mehrere Tausend Durchgangswagen der 3. und 4. Klasse mit offenen Einstiegsbühnen gebaut, die als "Donnerbüchsen" bezeichnet werden.

Einige der Fahrzeuge gelangten während des Zweiten Weltkriegs nach Österreich, wo sie von den ÖBB weiterhin eingesetzt und auch modernisiert wurden. Von dort erwarben die UEF die Wagen 84476 „Oppeln“ und 85 211 im Jahr 1982, um sie zusammen mit 98 812 auf der Lokalbahn einzusetzen.

Der Waggon wurde von 1998 bis 2001 aufwendig renoviert, wobei er die ÖBB- Inneneinrichtung mit weißen Hartfaserplatten behielt. Eine erneute Aufarbeitung erhielt das Fahrzeug im Jahr 2019. Seitem zeigt er sich im Erscheinungsbild eines Bundesbahn-Personenwagens, wie er, passend zur Dampflok, im Jahr 1965 im Einsatz gestanden sein könnte.

Donnerbüchse Bi 85 211
Betriebsnummer 85 211
Bauart, Herkunft Ci (ex ÖBB 37449 Biho)
Länge über Puffer 13.920 mm
Drehgestellabstand -
Achsstand 8.500 mm
Gewicht 20 t
Sitzplätze 48
Heizung Dampf
Stromversorgung Batterie, weil kein Riemen vorhanden
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Hersteller Gothaer Waggonfabrik AG
Baujahr 1929
Bei UEF/LAG seit 1982
Status betriebsfähig, Stammfahrzeug im Lokalbahnzug

Speisewagen WRi 83 950

WRi 85 950


Speisewagen

Die junge Deutschen Reichsbahn entwickelte Anfang der 1920er Jahre sogenannte "Einheitswagen", um die unübersichtliche und unwirtschaftliche Typenvielfalt der Länderbahnwagen zu bereinigen. Zwischen 1921 und 1930 wurden von verschiedenen Herstellern mehrere Tausend Durchgangswagen der 3. und 4. Klasse mit offenen Einstiegsbühnen gebaut, die als "Donnerbüchsen" bezeichnet werden. Die Bundesbahn musterte die letzten Exemplare Anfang der 1970er Jahre aus.

Kurz nach der Vereinsgründung erwarben die Ulmer Eisenbahnfreunde 1971 die Wagen 8395083956 und 85123 von der DB. Sie wurden zusammen mit den vereinseigenen Dampfloks 98 812 und 86 346 zunächst auf Bundesbahngleisen und nach dem Dampfverbot der DB auf der WEG- Strecke Amstetten – Gerstetten eingesetzt.

Der 85950 wurde in eigener Werkstatt umgebaut und 1988 als Speisewagen wieder in Betrieb genommen. Durch seine rote Lackierung ist er leicht von den anderen Wagen zu unterscheiden. Der Speiseraum ist mit Tischen und stoffbezogenen Einzelsitzen ausgestattet und nimmt die eine Hälfte des Wagens ein. In der anderen befinden sich die Theke und mehrere Stehtische. Die kleine Küche ist zwischen den beiden Abteilen eingerichtet. Der Speisewagen ist fester Bestandteil des Lokalbahn-Dampfzuges und vieler Sonderzüge der UEF Lokalbahn.

Der Speisewagen 83 950
Betriebsnummer 83 950
Bauart, Herkunft WRi (ex  Bi der Deutschen Bundesbahn)
Länge über Puffer 13.920 mm
Drehgestellabstand -
Achsstand 8.500 mm
Gewicht 20 t
Sitzplätze 24 im Speiseraum
Heizung Dampf
Stromversorgung Generator mit Riemenantrieb
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Hersteller Linke-Hoffmann-Busch
Baujahr 1928
Bei UEF/LAG seit 1971
Status betriebsfähig, Stammfahrzeug im Lokalbahnzug
  75 80 2429 265-1

Donnerbüchse Bi 83 956

Bi 83 956


 

Die junge Deutschen Reichsbahn entwickelte Anfang der 1920er Jahre sogenannte "Einheitswagen", um die unübersichtliche und unwirtschaftliche Typenvielfalt der Länderbahnwagen zu bereinigen. Zwischen 1921 und 1930 wurden von verschiedenen Herstellern mehrere Tausend Durchgangswagen der 3. und 4. Klasse mit offenen Einstiegsbühnen gebaut, die als "Donnerbüchsen" bezeichnet werden. Die Bundesbahn musterte die letzten Exemplare Anfang der 1970er Jahre aus.

Kurz nach der Vereinsgründung erwarben die Ulmer Eisenbahnfreunde 1971 die Wagen 85 950, 85 956 und 85 123 von der DB. Sie wurden zusammen mit den vereinseigenen Dampfloks 98 812 und 86 346 zunächst auf Bundesbahngleisen und nach dem Dampfverbot der DB auf der WEG- Strecke Amstetten – Gerstetten eingesetzt.

Aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes wurde der 83 956 Anfang der 1990er Jahre aus dem Betrieb genommen und harrt seitdem in der Anschlussstelle Kickethau abgestellt einer Generalüberholung.

Donnerbüchse Bi 83 956
Betriebsnummer 83 956
Bauart, Herkunft Bi (ex DB Biw 83 956)
Länge über Puffer 13.920 mm
Drehgestellabstand -
Achsstand 8.500 mm
Gewicht 21 t
Sitzplätze 56
Heizung Dampf
Stromversorgung Generator mit Riemenantrieb
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Hersteller Linke-Hoffmann-Busch
Baujahr 1928
Bei UEF/LAG seit 1971
Status abgestellt in Gerstetten

Gedeckter Güterwagen Glms 207

Nr. 63 204 und 64 205



Ende April 1999 konnten die UEF von der DB AG die Bahnhofswagen 64 204 (2180 1433 597) und 64 205 (2180 1433 551) übernehmen. Während Wagen 64 204 als allgemeiner Lagerwagen im Bahnhof Gerstetten dient, wird der 64 205 als Gleisbaugerätelager eingesetzt. Die Einstufung als nicht betriebsfähige Bahnhofswagen war jedoch insbesondere beim Gleisbaugerätewagen sehr hinderlich, mussten doch Geräte und Materialien für die Baustellen immer auf den Skl umgeladen werden. Im Sommer 2003 haben beide Wagen daher eine Hauptuntersuchung erhalten und können seither bei Bedarf "auf Achse" gehen, wovon beim 64 205 auch öfter Gebrauch gemacht wird.

Zum Wagentyp

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um DB-Umbauten des DR-Typs "Glms201". Technikhistorisch sind die beim Umbau weitgehend unveränderten Fahrwerke der Wagen von besonderem Interesse: Bei gegenüber dem "G10" nahezu unverändertem Wagenkastengrundriss wurden die Radsätze viel weiter an das Wagenende verlegt. Die mit diesem auf 7,0 m verlängerten Radstand größer gewordene geführte Länge ermöglichte nun eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h (gegen über 65 km/h beim G10 mit nur 4,5 m Radstand). Nachdem die technische Entwicklung inzwischen auch die wirtschaftliche Herstellung langer tragfähiger Wagenrahmen für Güterwagen ermöglichte, entstanden als Standardbauarten nur noch Zweiachser mit Radständen über 7 m.

Die Deutsche Reichsbahn im Vereinigten Wirtschaftsgebiet bestellte in den Jahren 1948 - 1950 bei ausländischen Wagenbauanstalten u. a. Wagen dieser Bauart, um den erhöhten Anforderungen gerecht werden zu können. Sie mußte zwangsläufig bei den gedeckten Güterwagen auf die Kriegsbauart "Bremen", allerdings in verstärkter Ausführung, zurückgreifen, da Neukonstruktionen noch nicht baureif vorlagen. Die Fahrzeuge hatten Gleitlager, Einfachschaken und 650 mm-Puffer. Der Wagenkasten mit Tonnendach und Firnisdecke war mit einer Beplankung aus Brettern versehen, später durch Platten ersetzt.

Die Fahrzeuge mit der Bauart-Nr 207 sind ab 1967 von der Deutschen Bundesbahn aus den alten Wagen der Gattung Glms 201 gebaut worden. Beim Umbau entstanden die neuen Wagenkästen aus unverdichteten Platten aus Kunstharzholz. Die Dachhaut wurde aus Leichtmetallblech gefertigt. Im Gegensatz zu den anderen gedeckten Güterwagen haben die Wagen der Bauart 207 an jeder Längsseite nur eine einfache Lüftungsklappe erhalten und sind nur für unverderbliche Güter zugelassen.

Technische Daten -  Glms 207
Betriebsnummern 64 204 und 64 205
Bauart, Herkunft Glms 207, zuletzt Bahnhofswagen
64 204
, DB 2180 1433 597,
64 205, DB 2180 1433 551
Länge über Puffer 10.000 mm
Gebaute Stückzahl 7500
Achsstand 7.000 mm
Eigengewicht 10,1 t
Ladefläche 23,6 m2
Lastgrenzen 21,0 t
Bremse Hik-GP
Musterzeichnung Fwg 260.01.1/Fwg 207.01.000.001
Nummernreihe 1350 000 bis 1356 609, ab 1980 nicht mehr im Bestand
Baujahr 1943
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Hersteller Waggonfabrik Bautzen
Übernahme 1999
Status betriebsfähig

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