Gedeckter Güterwagen Gos-uv 245


Die Fahrzeuge der Bauart-Nr 245 bildeten die größte Gruppe der zweiachsigen gedeckten Güterwagen. Ab 1953 sind die Wagen zunächst mit Bretterbekleidung, ab 1954 dann mit Plattenbekleidung aus unverdichteten Kunstharzholzplatten gebaut worden. Alle Fahrzeuge, die kein Sprengwerk aufweisen, haben Langträger aus Profilen U 240 erhalten. Bei den einzelnen Gattungsvarianten dieser Wagenbauart gibt es geringe Abweichungen in den Hauptmaßen. Einheitlich ist jedoch die Dachausführung. Das Dachgerippe wird von dem Dachrahmen und 13 Spriegeln gebildet und ist mit 1,3 mm dickem Leichtmetallblech auf einer Holzverschalung bekleidet.


Als sich im Frühjahr 2000 abzeichnete, dass die Lagerkapazität der vorhandenen Wagen 64 204 und 205 für die Auslagerung der Gerstetter Werkstatt während der Lokschuppensanierung im folgenden Herbst nicht ausreichen würde, suchte die Lokalbahn nach Alternativen. Dabei wurde der Bahnhofswagen 79 010 entdeckt, der in Ulm sozusagen "direkt vor der Haustür" stand und bei der DB nicht mehr benötigt wurde. Mit verschiedenen Sonderzügen kam er etappenweise nach Gerstetten und wurde dort umgehend "gefüllt". Auch nach Abschluss der Sanierung wurde der 79 010 weiter als Lagerwagen benötigt und verblieb daher in Gerstetten.


Technische Daten - Wagen Typ Gos-uv 245
Betriebsnummer Bahnhofswagen 79 010
Bauart, Herkunft

gebaut als Glmehs 50 zwischen 1953 und 1960, ab 1980 als Gos-uv 245 bezeichnet.

Alte Nummer 21 80 141 1 992

Länge über Puffer 12.500 mm
Drehgestellabstand -
Achsstand 6.800 mm
Eigengewicht 12,2 t
Ladefläche 30,0 m2
Lastgrenzen -
Bremse Hik-GP ohne Handbremse (es gibt auch Wagen dieser Bauart mit Handbremse, sie sind etwas länger und schwerer)
Musterzeichnung Fwg 260.01.1/Fwg 207.01.000.001
Nummernreihe

151 7 100 bis 152 7 999, 152 9 000 bis 152 9 057, 154 5 000 bis 155 7 959, 174 5 000 bis 174 5 009

Erstes Lieferjahr 1948/Umbau 1967
Höchstgeschwindigkeit 100km/h; einige Gos-uv 245 waren für den Einsatz als Gepäckwagen in Personenzügen zeitweise für 120 km/h zugelassen
Hersteller unbekannt
Bei UEF/LAG seit 2000
Status abgestellt
Der Wagen verfügt über Dampf- und E- Heizleitungen (Kennbuchstaben u und v)

Flachwagen Rmrs(o) 31

 

1937 beschaffte die Deutsche Reichsbahn als Versuchswagen die ersten Rs Stuttgart, die anstelle der bisher verwendeten aushebbaren Holzbordwände herabklappbare Stahlblechborde erhielten. Die Güterwagen wurden nahezu ausschließlich nach den Bedürfnissen und Forderungen der Wehrmacht konstruiert und gebaut. Sogar die Stahlkontingente wurden von der Deutschen Wehrmacht gestellt. 1938 begann die Serienfertigung. Für ein zügiges Be- und Entladen können die Seiten- und Stirnborde umgeklappt werden. Somit war ein Befahren des gesamten Zuges von einer Kopframpe aus möglich. Unser Waggon verblieb nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR und kam nach der Wende zur Baufirma Leonhard Weiss und anschließend zu uns. Ingesamt gab es 23.897 Waggons dieser Bauart, von der nur noch wenige erhalten sind. Der Waggon soll bei der Lokalbahn restauriert werden und im Bauzugdienst und als Anschaungsobjekt Verwendung finden. Wir danken Stefan Carstens für die Information zu diesem Fahrzeug.

Gedeckter Schmalspurgüterwagen Gw 348

Der Gw 348 stand zusammen mit Gw 336, dem Klappdeckelwagen K 696 (alle ex OEG) und der Dampflok 99 5606 (ex Franzburger Kreisbahn) als Blickfang auf dem Gelände des Modelleisenbahnherstellers LGB in Nürnberg. Der Zug vermittelte dem LGB-Modellbahner, wie groß die ähnlich als Modell existierenden Fahrzeuge in Wirklichkeit ausgesehen haben.

Anfang Mai 2008 konnten die zwei gedeckten Güterwagen in äußerlich sehr gutem Zustand von Privat für unsere Museumsbahn übernommen werden. Später auch der Klappdeckelwagen K 696. Zusammen mit dem Ow 873 und dem SS 706² wird es uns möglich, einen fast stilreinen Güterzug der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft zu präsentieren.

- betriebsbereit -

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