Instandsetzung unserer Dampflok 99 7203 - Teil 2

Wie schon im 1. Teil berichtet, mussten wir die Heizrohre am Kessel leider wegen schlechter Verarbeitung erneuern.

Bild 1

Nach dem Ausbau wurden die Bohrungen der Rohrwände gesäubert.

Bild 2

Danach  wurden die Bohrungen vermessen und durchnummeriert

Nachdem wir neue, für den Einsatzzweck "Kesselrohr" geeignete, nahtlose Rohre beschafft hatten, ließen wir uns von einem erfahrenen Kesselschlosser zeigen, wie man daraus einen  "Rohrsatz" macht. Die Rohre müssen dazu nämlich

  1. auf die richtige Länge (plus Überstand zum Schweißen) gebracht
  2. an ihrem einen Ende, das in die Feuerbüchsrohrwand kommt, eingeengt (also im Duchmessr "kleiner gemacht") und
  3. am anderen Ende, das in die Rauchkammerrohrwand kommt, aufgeweitet (also im Durchmesser "größer gemacht")
    werden.

Bei diesem Vorgang werden die Enden der Rohre stark erwärmt, das darf aber nicht so stark passieren, daß es zu einer Gefügeumwandlung kommen kann.
Um den Prozess einzuüben wurden deshalb erstmal einige Probestücke gefertigt und diese in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd metallograpisch untersucht.
Nach einigen Optimierungen bei der Temperaturführung (langsamer Abkühlen lassen) konnten wir alle 127* neuen Rohre für unseren Kessel auf der Drehbank auf die passenden Durchmesser einengen und aufweiten.

(*=Die  Lok 99 7203 erielt im Sommer 1962 im AW Offenburg eine Stahlfeuerbüchse, mit der jeweils in der obere Ecken der Rohrwand ein Heizrohr entfallen mußte.)

Bild 3

Einweisung zum Einengen / Aufweiten der Rohre durch einen erfahrenen Kesselschlosser.

 

Bild 4

Prüfung der Materialtemperatur beim Bearbeiten der Rohre.

 

Blick in die Feuerbüchse: Nach dem Einsetzen der Rohre in die Rohrwände wurden diese eingewalzt.

Bild 6

Blick in die Rauchkammer: Verschweißen der Rohre durch einen Schweißfachbetrieb.

Bild 7

Rauchkammerrohrwand: Fertig geschweißtes Rohrfeld.

 

Nach den durchgeführten Arbeiten wurden Kessel und Schweißnähte durch eine Kaltwasserdruckprobe geprüft. Nach bestandener Prüfung konnte die Dampflok nun endlich wieder zusammengebaut werden. Danach wird die "Warmdruckprobe" mit Prüfung der übrigen Kesselarmaturen und des Sicherheitsventils erfolgen.

Bildmaterial: Birgit Prinzing

Instandsetzung unserer Dampflok 997203 - Teil 1

 

Was macht eigentlich unsere Dampflok 997203?

 

Leider hat man schon längere Zeit nichts mehr von ihr gehört, aber die Arbeiten gehen jetzt - trotz einiger Tiefschläge - wieder weiter.

Nach dem Aufbau des neuen Bodenblechs und der Rückwand wurde der Kessel mit einem Schutzlack neu gestrichen. 

20191207 132359Foto: Birgit Prinzing

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Heidelberger Azubi's beim Alb-Bähnle

Wie in den vergangenen Jahren waren auch in diesem Jahr die Azubi's der Heidelberg Manufacturing Deutschland GmbH mit ihrer Einführungswoche beim Alb-Bähnle. In der Einführungswoche geht es um das gegenseitige Kennenlernen und die Zusammenarbeit im Team. Hier wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und zusammen ein Projekt beziehungsweise ein Ziel verfolgt und erreicht. Trotz der aktuellen Corona-Pandemie haben wir zusammen mit den Ausbildern und Azubi's ein Konzept erstellt, um die gemeinschaftliche Arbeit sicher und risikofrei zu gestalten.

Gleisbau 1

Bei betrieblich voll gesperrtem Gleis beginnen wir am ersten Tag mit den Gleisbauarbeiten. 

Einzelne Schwellen sind zu erneuern. Dazu werden die zuerst mal frei gelegt.

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Gepäckwagen Geschichte

Gepäckkarren Oppingen

Foto: Peter Schumacher

Heute gibt es mal eine kleine Gepäckkarren-Geschichte

 

Für das Stückgut der Schmalspurbahn war in Amstetten ein eigener Gepäckkarren stationiert. Dieser war vermutlich im Güterschuppen der Staatsbahn untergestellt. Nach dem Neubau des Bahnhofsgebäudes in Amstetten in den 70er Jahren, war dann aber wohl dort kein Platz mehr für den Handwagen. Ab diesem Zeitraum fand dieser seinen Platz unter einem kleinen Dächle am Bahnsteig des Laichinger Bähnles. Jedenfalls ist dieser kleine Unterstand erst auf Fotos der 70er Jahre zu erkennen. Der optisch ansprechende Handwagen, mit Holzspeichenräder und Holzbeplankung stand dort witterungsgeschützt über viele Jahre. Über sein Alter kann man nur spekulieren. Vielleicht aus den 20 oder 30er Jahren. Nachdem dieser bei der Schmalspurbahn nicht mehr benötigt wurde, fand er einen Platz in einem Garten in Amstetten. Von dort konnten wir den Wagen Anfang der 90er Jahre übernehmen. Am Holzboden mussten einige Bretter erneuert werden, ansonsten war der Gepäckkarren noch gut in Schuss. Einen neuen Platz fand er nun im Bahnhof Oppingen, wo er trocken in einem Schuppen untergestellt werden konnte. An vielen Fahrtagen wird er aus dem Schuppen gezogen und ist ein beliebtes Fotomotiv am Bahnhof geworden.

Im vergangenen Herbst ergab sich nun die Gelegenheit, einen etwas moderneren Gepäckkarren für die Bahnhof Amstetten zu bekommen. Mit Vollgummiräder und mit Stahlrahmen wird er der Witterung, auch ohne Dach über dem Kopf trotzen können. Seiner Beschriftung nach, war er früher bei der DB in Stuttgart im Einsatz. Auch ein Fabrikschild ist vorhanden, welches sein Baujahr mit 1981 angibt. Frisch restauriert, mit neuer Farbe und neuen Bodenbrettern steht er nun am Bahnsteig in Amstetten. Ungefähr an der Stelle, wo früher das Dächle von seinem Vorgänger war. An den Fahrtagen, wird er beladen mit Stückgut, sicherlich seine Aufmerksamkeit bekommen.

Gepäckkarren Amstetten1

Foto: Peter Schumacher

Arbeiten an unserer Dampflok 99 7203

Wie die Meisten bereits mitbekommen haben, ist unsere Dampflok 99 7203 seit einigen Wochen wieder in unserem Lokschuppen.

Für die Zukunft kommt noch einiges an Arbeit auf uns zu, um unsere Lok wieder fahrtauglich zu machen.

Weiter sehen Sie ein paar Bildimpressionen von unseren bisherigen Arbeiten.

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Information und Anmeldung

Für Reservierungen, Buchung, Sonderfahrten:

Ulmer Eisenbahnfreunde e.V. • Sektion Alb-Bähnle • Heinrich Biro • Drosselweg 13 • 73340 Amstetten • Tel. 07331/7979 oder per Email unter alb-baehnle@uef-dampf.de

Sektionsvorsitzender: Heinrich Biro
Postadresse: UEF "Sektion Alb-Bähnle" • Industriestraße 41 • 73340 Amstetten